• Praxident A4 bereit für neue medizinische Anwendungen
  • E-Medikation, Notfalldaten, sichere Arzneimitteltherapie möglich

Bensheim, 18. Mai 2020 – In Rekordzeit hat die h&k Datenverarbeitung aus Nürnberg von der gematik die Bestätigung erhalten, dass ihre PVS-Software einsatzbereit ist für die neuen Anwendungen der Telematik-Infrastruktur. Dies sind elektronischer Medikationsplan (eMP), Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und Notfalldatenmanagement (NFDM). Die neue Version von h&k versetzt Zahnärzte in die Lage, die neuen medizinischen Anwendungen zu nutzen, sobald der E-Health-Konnektor bundesweit freigegeben ist. Mithilfe des Software Development Kits (SDK) der Concat AG war h&k 30 Personentage schneller fertig mit den Anpassungen ihres Programms an den E-Health-Konnektor.

Alle Hersteller von Primärsystemen für Praxen (PVS), Apotheken (AVS) und Kliniken (KIS) sind gesetzlich verpflichtet, ihre Programme an die Spezifikation der gematik anzupassen, um die Konformitätsbestätigung für den E-Health-Konnektor zu erhalten. Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Apotheken wiederum benötigen einen E-Health-Konnektor, um die neuen Anwendungen der Telematikinfrastruktur nutzen zu können. Zur Erprobung von NFDM und eMP findet aktuell ein Feldtest in Westfalen-Lippe statt mit 75 Praxen, 16 Apotheken, Krankenhaus und Notdienst. Sobald dieser erfolgreich beendet ist, wird die gematik den dort verwendeten ersten E-Health-Konnektor freigeben.

Als Partner der KoCo Connector GmbH, deren Konnektor im Feldtest verwendet wird, gehört Concat dann zu den ersten Anbietern des E-Health-Konnektors für Praxen, Kliniken und Apotheken.

Mit dem SDK von Concat können Software-Hersteller die von der gematik geforderten Spezifikationen schnell und einfach in ihren Programmen umsetzen. Im SDK stehen dafür dedizierte Objekte und Methoden bereit: Diese reduzieren die nötigen Implementierungsschritte auf ein Minimum und halten gleichzeitig die strengen Datensicherheitsvorgaben der gematik ein.

„Unsere Kunden, 600 zahnärztliche und kieferorthopädische Praxen, können nun ein Upgrade auf die neue Version von Praxident durchführen und sind damit vorbereitet für die neuen medizinischen Anwendungen“, sagt Hubert Kubitschek, Geschäftsführer der h&k. Die Zahnärzte können für ihre Patienten einen elektronischen Medikationsplan anlegen sowie Arzneimitteltherapiesicherheit und Notfalldatenmanagement nutzen. Zudem erhalten sie als Erste die Förderung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und kassieren Zusatzhonorare. Dafür benötigen sie außer den Upgrades für PVS und Konnektor auch neue Chipkarten (HBA).

Bereits im Herbst 2017 hatte h&k Datenverarbeitung das SDK der Concat verwendet, um von der gematik die Konformitätsbestätigung für das Versichertenstammdatenmanagement zu erhalten. Da der Aufwand der Spezifikationstests und Anpassungen damals größer war, lag die Zeitersparnis bei 100 Personentagen.

Weitere Informationen:
gematik-Liste der bestätigten Primärsysteme

Pressemitteilung zum Download

Softwarekit spart 30 Personentage Zeit bei Anpassung an E-Health-Konnektor