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Wann sollte ein Unternehmen auf SaaS umsteigen?

In unserem IT Blog finden Sie aktuelle Themen zur IT Sicherheit, Managed Services, Cloud Anwendungen u. v. m.
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Ein Unternehmen sollte auf SaaS umsteigen, wenn die vorhandene Software den operativen Betrieb bremst, die Wartungskosten steigen oder der Bedarf an ortsunabhängigem Zugriff wächst. Der richtige Zeitpunkt hängt von technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Faktoren ab. Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Welche Anzeichen zeigen, dass ein Unternehmen bereit für SaaS ist?

Ein Unternehmen ist bereit für SaaS, wenn veraltete On-Premises-Systeme regelmäßig gewartet werden müssen, die IT-Abteilung einen Großteil ihrer Kapazitäten für den laufenden Betrieb aufwendet und die Skalierung der Infrastruktur mit dem Unternehmenswachstum nicht Schritt hält. Diese Kombination aus technischem Aufwand und eingeschränkter Flexibilität ist ein klares Signal.

Konkrete Anzeichen im Unternehmensalltag sind unter anderem:

  • Häufige Systemausfälle oder Performanceprobleme bei bestehenden Anwendungen
  • Hoher manueller Aufwand für Updates, Patches und Backups
  • Mitarbeitende benötigen Zugriff auf Anwendungen von verschiedenen Standorten oder im Homeoffice
  • Neue Mitarbeitende lassen sich nur schwer und zeitaufwendig in bestehende Systeme integrieren
  • Die Lizenzkosten für On-Premises-Software steigen überproportional zum Nutzen

Darüber hinaus ist Bereitschaft keine rein technische Frage. Auch die organisatorische Reife spielt eine Rolle: Prozesse sollten ausreichend standardisiert sein, damit eine cloudbasierte Lösung ohne umfangreiche Anpassungen eingesetzt werden kann. Unternehmen, die bereits Anwendungen als Service nutzen, haben hier oft einen Vorsprung.

Was sind die häufigsten Gründe für einen SaaS-Wechsel?

Die häufigsten Gründe für einen Wechsel zu SaaS sind Kostentransparenz, Skalierbarkeit und der Wunsch nach geringerem Administrationsaufwand. Unternehmen möchten vorhersehbare monatliche Kosten anstelle von unregelmäßigen Investitionen in Hardware und Lizenzen sowie eine schnellere Reaktionsfähigkeit auf veränderte Geschäftsanforderungen.

Im Detail lassen sich die Beweggründe in drei Kategorien einteilen:

Technische Gründe

  • Ablösung veralteter Systeme, die keine aktuellen Sicherheitsstandards erfüllen
  • Wegfall des eigenen Serverbetriebs und der damit verbundenen Infrastrukturpflege
  • Automatische Updates ohne Wartungsfenster

Wirtschaftliche Gründe

  • Umstellung von Investitionsausgaben (CapEx) auf Betriebsausgaben (OpEx)
  • Flexible Anpassung der Nutzerzahlen ohne Mehrkosten für ungenutzte Lizenzen
  • Reduzierung des internen IT-Personalaufwands für Infrastrukturaufgaben

Welche Unternehmensgrößen profitieren am meisten von SaaS?

SaaS ist grundsätzlich für Unternehmen jeder Größe geeignet, bietet jedoch den stärksten Mehrwert für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für wachstumsstarke Organisationen. Diese Gruppen profitieren besonders davon, dass aufwendige Infrastrukturinvestitionen entfallen und Anwendungen schnell einsatzbereit sind.

Kleine Unternehmen und Startups verfügen häufig nicht über eine eigene IT-Abteilung. SaaS ermöglicht ihnen den Zugang zu professionellen Softwarelösungen ohne technisches Fachwissen für den Betrieb. Mittelständische Unternehmen schätzen die Skalierbarkeit: Sie können Nutzerlizenzen flexibel anpassen, ohne in neue Hardware investieren zu müssen.

Auch Großunternehmen setzen SaaS ein, allerdings meist selektiv für bestimmte Funktionsbereiche wie Collaboration, CRM oder HR-Software, während kritische Kernsysteme weiterhin On-Premises oder in einer Private Cloud betrieben werden. Die Entscheidung hängt dort stärker von Compliance-Anforderungen und Datenschutzvorgaben ab.

Wann ist ein SaaS-Wechsel eher nicht empfehlenswert?

Ein SaaS-Wechsel ist dann nicht empfehlenswert, wenn regulatorische Anforderungen einen Verbleib der Daten in einer vollständig kontrollierten Umgebung verlangen, wenn hochgradig individualisierte Softwareprozesse abgebildet werden müssen oder wenn die Internetanbindung des Unternehmens nicht ausreichend stabil ist.

Folgende Szenarien sprechen gegen einen kurzfristigen SaaS-Umstieg:

  • Strenge Datenschutzanforderungen: In bestimmten Branchen wie dem Gesundheitswesen oder der öffentlichen Verwaltung gelten besondere Anforderungen an die Datenhaltung, die nicht jeder SaaS-Anbieter erfüllen kann.
  • Stark individualisierte Prozesse: Wenn bestehende Software über Jahre hinweg umfangreich angepasst wurde, lässt sie sich selten 1:1 in eine Standard-SaaS-Lösung überführen.
  • Abhängigkeit von stabiler Internetverbindung: SaaS-Anwendungen setzen eine zuverlässige Netzwerkverbindung voraus. An Standorten mit instabiler Anbindung kann dies zu Produktivitätseinbußen führen.
  • Hohe Wechselkosten: Wenn Datenmigrationen, Schulungen und Prozessanpassungen den erwarteten Nutzen übersteigen, sollte der Zeitpunkt des Wechsels sorgfältig geplant werden.

Hinweis: Die tatsächliche Eignung von SaaS für ein konkretes Szenario hängt von der individuellen Infrastruktur, den rechtlichen Rahmenbedingungen und den Unternehmenszielen ab. Eine pauschale Empfehlung ist nicht möglich.

Wie läuft eine SaaS-Migration in der Praxis ab?

Eine SaaS-Migration verläuft typischerweise in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen: Analyse und Auswahl, Planung, Datenmigration, Pilotbetrieb und schließlich der vollständige Rollout. Die Dauer variiert je nach Komplexität der bestehenden Systeme und Anzahl der betroffenen Nutzer erheblich.

In der Praxis sieht der Ablauf häufig so aus:

  1. Bestandsaufnahme: Welche Anwendungen, Daten und Prozesse sind betroffen? Welche Abhängigkeiten bestehen zwischen Systemen?
  2. Anforderungsanalyse: Welche funktionalen und sicherheitstechnischen Anforderungen muss die SaaS-Lösung erfüllen?
  3. Anbieterauswahl: Vergleich verfügbarer Lösungen anhand definierter Kriterien wie Datenschutz, Integrationsfähigkeit und Supportmodell.
  4. Pilotphase: Einführung der Lösung in einem begrenzten Nutzerkreis, um Probleme frühzeitig zu identifizieren.
  5. Datenmigration: Übertragung bestehender Daten in das neue System unter Berücksichtigung von Datenqualität und Formatkompatibilität.
  6. Rollout und Schulung: Schrittweise Einführung für alle Nutzer inklusive Schulungsmaßnahmen und Dokumentation.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Netzwerkinfrastruktur: Eine stabile und ausreichend dimensionierte Netzwerkanbindung ist Grundvoraussetzung für den reibungslosen Betrieb cloudbasierter Anwendungen.

Welche Kosten entstehen beim Umstieg auf SaaS?

Beim Umstieg auf SaaS entstehen neben den laufenden Lizenzkosten auch einmalige Migrationskosten, die häufig unterschätzt werden. Dazu zählen Aufwände für Datenmigration, Systemintegration, Schulungen und gegebenenfalls den parallelen Betrieb beider Systeme während der Übergangsphase.

Die Kostenstruktur lässt sich in zwei Kategorien unterteilen:

Einmalige Migrationskosten

  • Analyse und Planung der Migration
  • Datenmigration und Datenbereinigung
  • Anpassung und Integration mit bestehenden Systemen
  • Schulung der Mitarbeitenden
  • Parallelbetrieb alter und neuer Systeme während der Übergangszeit

Laufende Betriebskosten

  • Nutzungsbasierte oder nutzerbasierte Lizenzgebühren
  • Kosten für Support und Service Level Agreements
  • Gegebenenfalls zusätzliche Kosten für Speichervolumen oder erweiterte Funktionen

Langfristig können SaaS-Modelle wirtschaftlich vorteilhaft sein, da Investitionen in Hardware und deren Wartung entfallen. Eine detaillierte Total-Cost-of-Ownership-Berechnung, die beide Szenarien vergleicht, ist jedoch vor der Entscheidung empfehlenswert. Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Unternehmensgröße, gewählter Lösung und Migrationsaufwand.

Wie die Concat AG beim SaaS-Umstieg unterstützt

Wir bei der Concat AG begleiten Unternehmen durch den gesamten Prozess eines SaaS-Wechsels: von der ersten Bestandsaufnahme bis zum produktiven Betrieb. Dabei stehen wir als herstellerneutraler IT-Partner an Ihrer Seite und berücksichtigen sowohl technische als auch regulatorische Anforderungen.

Unser Leistungsangebot im Bereich SaaS-Migration umfasst:

  • Analyse und Beratung: Bewertung Ihrer bestehenden IT-Landschaft und Identifikation geeigneter SaaS-Lösungen auf Basis Ihrer individuellen Anforderungen
  • Migrationsplanung: Strukturierte Planung der Datenmigration, Systemintegration und des Übergangsbetriebs
  • Netzwerk und Infrastruktur: Sicherstellung, dass Ihre Netzwerkinfrastruktur die Anforderungen cloudbasierter Anwendungen erfüllt
  • Betrieb und Support: Laufender Betrieb und 24×7-Support nach ITIL- und ISO-9001-Standards über unsere eigene Service- und Supportorganisation
  • Datenschutz und Compliance: Berücksichtigung von DSGVO-Anforderungen und branchenspezifischen Vorschriften bei der Lösungsauswahl

Ob Sie erste Fragen zum Thema haben oder bereits konkrete Migrationsvorhaben planen: Nehmen Sie Kontakt auf und erfahren Sie, wie wir Ihren SaaS-Umstieg strukturiert und sicher gestalten können.

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