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Was kostet SaaS im Vergleich zu On-Premise-Software?

In unserem IT Blog finden Sie aktuelle Themen zur IT Sicherheit, Managed Services, Cloud Anwendungen u. v. m.
Silbernes Server-Rack in modernem Büroflur neben einem Schreibtisch mit geöffnetem Laptop, kühle Stahltöne und diffuses Licht.

SaaS-Software kostet in der Regel weniger in der Anschaffung als On-Premise-Lösungen, da keine hohen Einmallizenzen oder eigene Infrastruktur erforderlich sind. Stattdessen zahlen Unternehmen laufende Abonnementgebühren, die Betrieb, Updates und Support einschließen. Ob SaaS langfristig günstiger ist, hängt jedoch stark von Nutzerzahl, Vertragslaufzeit und individuellen Anforderungen ab. Die folgenden Abschnitte beleuchten die entscheidenden Kostenfaktoren auf beiden Seiten.

Welche Kostenarten entstehen bei SaaS und On-Premise jeweils?

Bei SaaS entstehen primär laufende Abonnementkosten, die nutzungsabhängig oder pro Lizenz abgerechnet werden. Bei On-Premise-Software fallen dagegen hohe Einmalinvestitionen für Lizenzen, Hardware und Implementierung an, ergänzt durch wiederkehrende Betriebskosten. Beide Modelle haben damit grundlegend unterschiedliche Kostenstrukturen.

Typische Kostenarten bei SaaS

  • Abonnementgebühren: Monatliche oder jährliche Lizenzkosten, meist pro Nutzer oder Nutzungsvolumen
  • Onboarding und Einrichtung: Einmalige Implementierungs- und Konfigurationskosten
  • Schulungen: Kosten für die Einarbeitung der Mitarbeitenden
  • Integrationen: Anbindung an bestehende Systeme wie ERP oder CRM
  • Datenmigration: Überführung vorhandener Daten in die neue Plattform

Typische Kostenarten bei On-Premise

  • Softwarelizenzen: Einmalige oder gestaffelte Lizenzgebühren
  • Hardware: Server, Speicher, Netzwerkkomponenten
  • Implementierung: Projektkosten für Installation, Konfiguration und Anpassung
  • IT-Personal: Internes oder externes Personal für Betrieb und Wartung
  • Wartungsverträge: Jährliche Kosten für Updates und Herstellersupport
  • Energie und Kühlung: Laufende Betriebskosten der physischen Infrastruktur

Was ist der Unterschied zwischen TCO bei SaaS und On-Premise?

Die Total Cost of Ownership (TCO) beschreibt die Gesamtkosten über den gesamten Nutzungszeitraum. Bei SaaS verteilen sich diese Kosten gleichmäßig über die Laufzeit. Bei On-Premise sind die Kosten zu Beginn hoch und sinken danach, steigen aber durch Wartung, Hardware-Erneuerung und Personalaufwand wieder an. Über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren können beide Modelle ähnliche TCO-Werte erreichen.

Der wesentliche Unterschied liegt im zeitlichen Verlauf der Ausgaben. SaaS erzeugt einen konstanten, planbaren Kostenfluss, der im Budget gut abgebildet werden kann. On-Premise hingegen erfordert zunächst erhebliche Kapitalausgaben, bietet dafür aber nach der Amortisierung eine gewisse Kostenstabilität, sofern keine größeren Infrastrukturerneuerungen anfallen. Unternehmen, die ihre Liquidität schonen möchten, bevorzugen häufig das SaaS-Modell, während kapitalstarke Organisationen mit stabilen Anforderungen On-Premise als wirtschaftlicher empfinden können. Hinweis: Die tatsächliche TCO variiert je nach Unternehmensgröße, Nutzerzahl und spezifischer Konfiguration erheblich.

Wann ist SaaS günstiger als On-Premise-Software?

SaaS ist in der Regel günstiger, wenn die Nutzerzahl gering ist, die Anforderungen standardisiert sind und keine umfangreichen Anpassungen benötigt werden. Auch für Unternehmen mit begrenztem IT-Personal oder ohne eigene Rechenzentrumskapazitäten ist SaaS oft die wirtschaftlichere Wahl.

Konkret lohnt sich SaaS besonders in folgenden Situationen:

  • Kurze Projektlaufzeiten oder häufig wechselnde Anforderungen, bei denen Flexibilität wichtiger ist als langfristige Kosteneinsparungen
  • Unternehmen, die schnell skalieren möchten, ohne in Infrastruktur zu investieren
  • Organisationen ohne dediziertes IT-Team, das Betrieb und Sicherheit gewährleisten kann
  • Anwendungen, bei denen regelmäßige Updates und neue Funktionen geschäftskritisch sind
  • Verteilte Teams oder Remote-Arbeit, bei denen ortsunabhängiger Zugriff essenziell ist

Gerade im Bereich Applikationen und Services zeigt sich, dass SaaS-Lösungen für viele Standardprozesse eine schnelle Einsatzbereitschaft bei geringem Verwaltungsaufwand bieten.

Wann lohnt sich On-Premise trotz höherer Anfangsinvestitionen?

On-Premise lohnt sich, wenn ein Unternehmen sehr hohe Nutzerzahlen hat, strenge Datenschutz- oder Compliance-Anforderungen erfüllen muss oder tiefgreifende Anpassungen der Software benötigt. In diesen Fällen können die langfristigen Betriebskosten unter den kumulierten SaaS-Abonnementgebühren liegen.

Typische Szenarien, in denen On-Premise wirtschaftlich sinnvoll ist:

  • Hohe Nutzerzahl: Bei mehreren Hundert oder Tausend Nutzern können die pro-Nutzer-Kosten von SaaS die On-Premise-TCO übersteigen
  • Regulatorische Anforderungen: Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen oder öffentliche Verwaltung haben oft spezifische Vorgaben zur Datenhaltung
  • Individuelle Anpassungen: Wenn die Standardfunktionen einer SaaS-Lösung nicht ausreichen und umfangreiche Customizing-Arbeit anfällt
  • Stabile, langfristige Anforderungen: Wenn sich der Funktionsbedarf über viele Jahre kaum verändert
  • Bestehende Infrastruktur: Wenn bereits leistungsfähige Server und IT-Kapazitäten vorhanden sind

Welche versteckten Kosten werden bei SaaS oft unterschätzt?

Bei SaaS werden häufig Kosten für Datenexport, Preiserhöhungen nach Ablauf der Einführungsphase, Zusatzmodule sowie die Abhängigkeit vom Anbieter unterschätzt. Diese Faktoren können die tatsächlichen Gesamtkosten deutlich über die ursprünglich kalkulierten Abonnementgebühren treiben.

Die häufigsten unterschätzten Kostenpunkte im Überblick:

  • Preiserhöhungen: Anbieter können Abonnementpreise nach Ablauf von Einführungs- oder Vertragslaufzeiten anheben
  • Zusatzmodule und Add-ons: Funktionen, die zunächst nicht benötigt werden, können später kostenpflichtig hinzugebucht werden müssen
  • Datenmigration beim Anbieterwechsel: Der Wechsel zu einem anderen SaaS-Anbieter oder zurück zu On-Premise kann erhebliche Migrationskosten verursachen
  • Nutzerbasierte Skalierung: Mit wachsender Belegschaft steigen die Abonnementkosten linear oder überproportional
  • Integrationskosten: Die Anbindung an bestehende Systeme erfordert oft individuelle Entwicklungsarbeit
  • Schulungsaufwand: Bei regelmäßigen Funktionsupdates entsteht kontinuierlicher Schulungsbedarf

Ein weiterer Aspekt ist die sogenannte Vendor-Lock-in-Problematik: Wenn Daten und Prozesse tief in einer SaaS-Plattform verankert sind, entstehen beim Wechsel nicht nur technische, sondern auch organisatorische Kosten, die vorab selten vollständig kalkuliert werden.

Wie berechnet man den Kostenvergleich für das eigene Unternehmen?

Für einen belastbaren Kostenvergleich zwischen SaaS und On-Premise sollten Unternehmen alle direkten und indirekten Kosten über einen definierten Betrachtungszeitraum von mindestens fünf Jahren gegenüberstellen. Nur ein vollständiger TCO-Vergleich liefert eine fundierte Entscheidungsgrundlage.

Eine strukturierte Vorgehensweise umfasst die folgenden Schritte:

  1. Betrachtungszeitraum festlegen: Mindestens fünf Jahre, idealerweise sieben bis zehn Jahre, um Amortisierungseffekte bei On-Premise abzubilden
  2. Alle Kostenarten erfassen: Lizenzen, Hardware, Personal, Schulung, Wartung, Energie, Integration und Migration auf beiden Seiten vollständig auflisten
  3. Personalkosten realistisch bewerten: Interner IT-Aufwand für Betrieb, Updates und Support bei On-Premise wird oft unterschätzt
  4. Skalierungsszenarien einbeziehen: Wie verändern sich die Kosten bei 50 % mehr Nutzern in drei Jahren?
  5. Risikofaktoren berücksichtigen: Ausfallkosten, Sicherheitsvorfälle, Compliance-Verstöße
  6. Qualitative Faktoren einbeziehen: Flexibilität, Skalierbarkeit, Datensouveränität und strategische Ausrichtung

Für Unternehmen, die Netzwerk und Infrastruktur bereits intern betreiben, kann der Wechsel zu SaaS Betriebskosten senken, erfordert aber eine genaue Analyse der Abhängigkeiten. Hinweis: Die tatsächliche Kostenverteilung hängt stark von der individuellen IT-Landschaft und den spezifischen Anforderungen ab. Eine pauschale Empfehlung ist ohne detaillierte Analyse nicht möglich.

Wie die Concat AG beim SaaS- und On-Premise-Vergleich unterstützt

Wir bei der Concat AG begleiten Unternehmen bei der strukturierten Bewertung ihrer Softwarestrategie, von der ersten Bestandsaufnahme bis zur konkreten Entscheidungsvorlage. Dabei berücksichtigen wir sowohl technische als auch wirtschaftliche und regulatorische Faktoren.

Unser Leistungsangebot im Überblick:

  • TCO-Analyse: Strukturierter Vergleich der Gesamtkosten über einen definierten Betrachtungszeitraum, auf Basis Ihrer individuellen IT-Landschaft
  • Anforderungsanalyse: Klärung von Datenschutz-, Compliance- und Integrationsanforderungen als Entscheidungsgrundlage
  • Hybride Szenarien: Bewertung von Mischmodellen, bei denen bestimmte Workloads in der Cloud und andere On-Premise betrieben werden
  • Implementierung und Migration: Umsetzung der gewählten Lösung inklusive Datenmigration und Systemintegration
  • Managed Services: Übernahme des laufenden Betriebs durch unsere zertifizierte Serviceorganisation (24×7, ITIL, ISO 9001)

Unsere eigenen, nach ISO 9001 und ISO 27001 zertifizierten Rechenzentren in Deutschland ermöglichen es uns, auch datenschutzkritische Workloads sicher zu betreiben. Ob SaaS, On-Premise oder ein hybrider Ansatz die richtige Wahl ist, hängt von Ihrer spezifischen Situation ab. Sprechen Sie uns an und wir erarbeiten gemeinsam eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Ihr Unternehmen.

Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen.

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