Mehr als fünf Monate sind vergangen, seit das Hochwasser die Regionen Erftstadt-Blessem, Ahrweiler und Euskirchen verwüstet hat und viele Menschen in eine schlimme Notlage brachte.

Wie geht es den Menschen dort? Das wollten wir von der Initiatorin des Spendenkontos wissen, über die wir Anfang August 2021 berichtet hatten. Sie ist seit dem Sommer unermüdlich im Einsatz und verteilt Gelder und Sachspenden an Betroffene. Wie viele andere Unternehmen hatte sich Concat finanziell an der Hilfsaktion beteiligt, um einige Familien in den ersten Tagen nach der Tragödie mit dem Nötigsten zu unterstützen.

„Die Stimmung ist momentan sehr bedrückend. Die bürokratischen Hürden, das triste Wetter, der Winter und die strengen 2G-Regeln aufgrund von Corona machen Vielen schwer zu schaffen“, berichtet sie.

Doch es seien auch sehr viele positive Dinge passiert. Diese reichen von den Spenden und Gutscheinen über private Versorgungszelte für die Ausgabe von Essen bis zur Bereitstellung von Wohnungen und Dingen des täglichen Bedarfs wie Heizkörpern. Das sei enorm viel wert und die Menschen freuten sich, nicht vergessen zu werden. Die Hilfe sei für viele der Grund, nicht aufzugeben.

Am 1. Dezember 2021 startete die Bürgerin die Aktion „Flutpost“ und mietete dafür ein Postfach für ein Jahr an. Seither sind bereits mehr als 2.000 Briefe und Karten angekommen. „Das hat richtig eingeschlagen, inzwischen muss ich jeden Tag zur Post fahren“, sagt sie. Und ergänzt: „Jede Zuschrift für die Flutopfer ist willkommen, anonym oder nicht. Es sind Kleinigkeiten, die kommen an, die machen was aus.“

Die Briefe und Karten verteilt die Initiatorin gemeinsam mit Freiwilligen direkt an die Opfer der Flut oder auch an Helfer wie die Abrissunternehmen, die alles dafür getan haben, um den Betroffenen zu helfen.

Adresse des Postfachs für alle, die sich der Aktion anschließen möchten:

Flutpost
Postfach 21
52386 Nörvenich

Blick in die von der Flut beschädigte Praxis einer Hebamme in Ahrweiler. Am vierten Advent verteilten viele helfende Hände die Flutpost, auch an die Hebamme. “Die Freude der Menschen war riesig”, berichtet die Flutpost-Initiatorin.

Flutpost aus Deutschland, Frankreich, Portugal und der Schweiz (Foto: Anne Witt)

Wie geht es den Opfern der Flutkatastrophe?