Ransomware-Angriffe haben die Anforderungen an Backup-Infrastruktur fundamental verändert. Früher war Backup eine Versicherung gegen Hardware-Ausfall oder menschliche Fehler – heute ist es oft die einzige Möglichkeit, nach einem erfolgreichen Angriff wieder handlungsfähig zu werden. Angreifer wissen das und zielen zunehmend gezielt auf Backup-Systeme: sie kompromittieren Backup-Repositories, löschen Recovery Points und sorgen dafür, dass Unternehmen keine saubere Wiederherstellungsbasis mehr haben.
Klassische Backup-Lösungen bieten gegen diese Angriffsstrategie kaum Schutz: Backup-Daten, die über Netzwerkprotokolle wie SMB oder NFS zugänglich sind, können von einem kompromittierten System ebenso verschlüsselt werden wie Produktionsdaten. Was fehlt, ist eine Backup-Plattform, die Unveränderlichkeit (Immutability) als inhärentes Merkmal mitbringt – nicht als nachträgliches Add-on.
Hinweis: Alle Gen5-Modelle unterstützen Cloud Bank Storage für die Erweiterung der lokalen Kapazität in die Cloud. Ältere Modelle (5200, 5250, 5260, 5650, 5660) sind weiterhin supportet, werden aber von Gen5 als strategische Weiterentwicklung abgelöst. Die HPE StoreOnce VSA (Virtual Storage Appliance) ist ebenfalls weiterhin verfügbar für software-definierte Backup-Umgebungen – flexibel lizenziert bis 500 TB.
HPE StoreOnce Catalyst ist eine proprietäre, für Datenschutz optimierte Schnittstelle, die mehr Leistung und Flexibilität bietet als klassische VTL-Targets (emuliertes Band) oder NAS-Shares. Catalyst ist das Herzstück der StoreOnce-Differenzierung:
Alle HPE StoreOnce Gen5-Systeme implementieren Ransomware-Resilienz als integrale Systemfunktion – nicht als optionales Feature:
HPE StoreOnce Cloud Bank Storage erweitert die lokale Backup-Kapazität nahtlos in Public-Cloud-Objektspeicher (AWS S3, Microsoft Azure, andere kompatible S3-Endpoints):
HPE StoreOnce Gen5 (3720, 3760, 5720, 7700) bietet mit StoreOnce OS 5.2 eine besonders wertvolle neue Funktion: Integrierter Schutz für HPE Alletra Storage MP B10000-Snapshots:
In größeren Umgebungen mit mehreren StoreOnce-Systemen an verschiedenen Standorten ermöglicht Federated Management eine einheitliche Verwaltung:
Ein Finanzdienstleister oder ein Gesundheitsversorger mit strengen RTO-Anforderungen (Recovery Time Objective unter einer Stunde für kritische Systeme) setzt auf den HPE StoreOnce 7700: bis zu 300 TB/Stunde Backup-Geschwindigkeit und bis zu 3,5x schnellere Wiederherstellung im Vergleich zur Gen4 5260-Plattform bedeuten, dass selbst große Datenmengen innerhalb der definierten RTO-Fenster wiederhergestellt werden können.
Ein Unternehmen betreibt geschäftskritische Datenbanken auf HPE Alletra Storage MP B10000 und möchte eine zweite Schutzebene unterhalb der VM-Schicht. StoreOnce Gen5 (OS 5.2) sichert direkt Alletra B10000 Storage-Volumes – crash-konsistent, auch ohne laufenden Host. Im Ernstfall können Volumes auf Speicherebene wiederhergestellt werden, bevor der zugehörige Server überhaupt hochgefahren wird.


Ein klassisches NAS-Backup-Target (SMB/NFS) ist ein Netzwerklaufwerk, auf das Backup-Software schreibt – und von dem Ransomware-Programme genauso lesen und schreiben können wie jedes andere Netzlaufwerk. StoreOnce Catalyst ist eine proprietäre Schnittstelle, die Backup-Daten vor direktem Netzwerkzugriff schützt: Daten sind nur über den Catalyst-Mechanismus und mit entsprechenden Backup-Software-Credentials erreichbar. Zusätzlich bietet Catalyst Deduplizierung an verschiedenen Punkten, flexiblere Replikations-Topologien und direkte Anwendungsintegration (Oracle, SAP HANA, SQL Server) ohne zusätzliche Lizenzkosten.
HPE StoreOnce ist mit allen führenden Backup-Softwareprodukten kompatibel: Veeam Data Platform, Commvault Complete Data Protection, Veritas NetBackup und Backup Exec, IBM Spectrum Protect, Arcserve und weitere. Die tiefste Integration und die höchste Performance wird durch die Catalyst-Schnittstelle erreicht. Darüber hinaus sind kostenlose Catalyst Application Plug-ins für Oracle RMAN, SAP HANA und Microsoft SQL Server verfügbar.
Ja. Die HPE StoreOnce VSA (Virtual Storage Appliance) ist eine software-definierte Version von StoreOnce, die auf Standard-x86-Hardware oder in virtuellen Umgebungen (VMware, Hyper-V) betrieben werden kann. Die VSA ist bis zu 500 TB flexibel lizenziert und bietet denselben Catalyst-Funktionsumfang wie die physischen Appliances – ideal für kleinere Umgebungen oder für Cloud-Deployments. Die physischen Gen5-Appliances bieten jedoch höhere Performance und integrierte Hardware-Sicherheitsfeatures.
HPE supportet die Gen4-Systeme weiterhin gemäß den publizierten End-of-Support-Daten. Für aktuelle Support-Zeiträume Ihrer spezifischen Modelle empfehlen wir, die HPE Service-Support-Seite zu konsultieren oder uns direkt zu kontaktieren. Für Neubeschaffungen empfiehlt HPE die Gen5-Systeme als aktuelle und strategische Plattform.
Catalyst Copy ermöglicht die automatisierte Replikation von Backup-Daten zwischen StoreOnce-Systemen an verschiedenen Standorten – konfiguriert über die Backup-Software als einzige Verwaltungsschicht. Flexible Topologien unterstützen 1:1-Replikation, 1:N-Replikation (ein Quellsystem zu mehreren Zielen) und kaskadierte Multi-Hop-Topologien. Nur die Deduplizierungs-Unterschiede werden übertragen – was die benötigte WAN-Bandbreite erheblich reduziert.
