Pressemitteilungen

SDK-Modul von Concat spart 100 Personentage bei Konnektor-Integration

h&k und solutio GmbH erhalten gematik-Zulassung für ihre PVS-Software in Rekordzeit

Bensheim, 9. November 2017 – In Rekordzeit haben die h&k Datenverarbeitung aus Nürnberg und die solutio GmbH aus Holzgerlingen von der gematik die Konformitätsbescheinigung erhalten, dass ihre PVS-Software für die Konnektorintegration geeignet ist. Mithilfe eines Software Development Kits (SDK) der Concat AG waren beide Unternehmen rund 100 Personentage schneller fertig als ohne SDK. Die Unterstützung des Konnektors ist zwingende Voraussetzung, damit Ärzte ihre Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) anschließen und die erste Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte durchführen können: das Versichertenstammdatenmanagement.

Damit dies technisch möglich wird, müssen alle Softwarehersteller von Praxisverwaltungssystemen (PVS) oder Arztinformationssystemen ihre Anwendungen so weiterentwickeln, dass sie die strengen Sicherheitsanforderungen der gematik für die geschützte Kommunikation der künftigen neuen Komponenten (Konnektor und Lesegerät) mit der TI erfüllen. Stichtage sind der 31.12.2017 (PVS für Zahnärzte) bzw. der 31.03.2018 (PVS für Ärzte).

Das SDK von Concat versetzt die PVS-Hersteller in die Lage, die von der gematik geforderten Spezifikationen schnell und einfach in ihre Softwareprogramme zu integrieren. Hierfür stehen dedizierte Objekte und Methoden zur Verfügung, welche die nötigen Implementierungsschritte auf ein Minimum reduzieren und gleichzeitig die strengen Datensicherheitsvorgaben der gematik einhalten.

„Unsere Kunden, 600 zahnärztliche und kieferorthopädische Praxen, können nun ein Upgrade auf die neue Version ihrer Software Praxident durchführen und sind jetzt schon vorbereitet für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur und den neuen Konnektor“, sagt Hubert Kubitschek, Geschäftsführer der h&k. Bei der solutio GmbH sind es weit mehr. „Von der schnell realisierten Anbindung unserer Zahnarztsoftware CHARLY an die Telematikinfrastruktur profitieren mehr als 3.200 Kunden deutschlandweit“, bestätigt Ìlona Schneider, Geschäftsführerin der solutio GmbH.

Was den Ärzten nun noch fehlt, sind zertifizierte Komponenten wie Konnektor und Kartenlesegerät für den Anschluss an die TI. Mit deren Verfügbarkeit rechnet die gematik im Herbst.

Für IT-Dienstleister von Arztpraxen bietet Concat als zertifizierter TI-Lieferant eine Schulung zum PED: Professioneller Endnutzernaher Dienstleister. Laut BSI dürfen nur zertifizierte PEDs die Telematik-Komponenten installieren und supporten. Vermittelt werden die Vorgaben der gematik und der Hersteller für den Anschluss der Arztpraxis an die Telematik: Installation von Konnektor, Kartenlesegerät und die Zusammenarbeit mit dem Concat-Helpdesk.
Nächster Termin für die Zertifizierungsschulung ist der 06.12.2017 in Hannover.
Interessierte Partner der SW-Hersteller für Arztpraxen (auch zahn- und kieferorthopädische sowie psychotherapeutische) melden sich bei bitte bei Michael Brockt.

Hintergrundinformation: Am 1. Juni 2017 war der Startschuss für den sogenannten Online-Rollout der Telematikinfrastruktur (TI). Bis 31.12.2018 müssen alle Arztpraxen, Krankenhäuser etc. an die TI angeschlossen werden, um das Management der Versichertenstammdaten mit der elektronischen Gesundheitskarte vornehmen zu können, so schreibt es der Gesetzgeber vor. Das E-Health-Gesetz und die gematik fordern von den Herstellern von Praxisverwaltungssoftware (PVS) und Arztinformationssystemen, ihre Anwendungen so weiterzuentwickeln, dass sie eine gesicherte Kommunikation mit dem Konnektor und der TI ermöglichen: Alle Hersteller müssen ihre Updates bis Ende Dezember 2017 (PVS für Zahnärzte) bzw. Ende März 2018 (PVS für Ärzte) bei der gematik einreichen, die dann eine Zulassung erteilt.

Weitere Informationen:
gematik-Übersicht über die erteilten Zulassungen

Spezifikationen für Online-Produktivbetrieb der gematik

Pressemitteilung zum Download