
Nein. Ein vollständiger Austausch von Enterprise Storage nach drei bis fünf Jahren ist keine technische Notwendigkeit. Er ist jedoch bei klassischen Storage-Architekturen ein verbreitetes Lifecycle-Modell.
Die wichtigsten Punkte:
Enterprise Storage wird traditionell häufig in Refresh-Zyklen geplant. Nach einigen Jahren wird ein neues System beschafft, parallel zum bestehenden Storage aufgebaut und anschließend werden die Daten übertragen. Dieser Ansatz ist nicht grundsätzlich falsch. Er verursacht jedoch regelmäßig neue Projekte. Dazu gehören Beschaffung, Installation, Tests, Datenmigration, Umschaltung und die spätere Außerbetriebnahme des alten Systems.
Die Evergreen-Architektur von Everpure setzt an diesem Punkt an. Statt ein Storage-System regelmäßig vollständig auszutauschen, soll die Plattform über einen längeren Zeitraum schrittweise modernisiert werden können. Für IT-Leiter und CIOs verändert sich damit eine zentrale Frage: Nicht mehr nur „Wann müssen wir unser Storage-System ersetzen?“, sondern „Welche Komponenten müssen wir wann modernisieren?“.
Ein klassischer Storage-Refresh ersetzt in der Regel eine bestehende Storage-Generation durch eine neue. Der vorhandene Datenbestand muss anschließend auf das neue System übertragen werden.
Der typische Ablauf umfasst mehrere Schritte:
Das eigentliche Kopieren der Daten ist damit nur ein Teil des Projekts. Traditionelle Storage-Umgebungen können einen typischen Refresh-Zyklus von drei bis fünf Jahren haben. Diese Angabe sollte nicht als allgemeingültige technische Lebensdauer jedes Storage-Systems verstanden werden. Entscheidend ist vielmehr das zugrunde liegende Lifecycle-Modell. Wenn wesentliche Komponenten nicht unabhängig modernisiert werden können, führt technologischer Fortschritt irgendwann zum Austausch der gesamten Plattform.
Ein klassischer Storage-Lifecycle besteht häufig aus Beschaffung, Betrieb, Erweiterung und schließlich einem vollständigen Refresh. Zu Beginn wird das System meist nicht ausschließlich für den aktuellen Bedarf dimensioniert. IT-Abteilungen müssen auch erwartetes Datenwachstum, zusätzliche Anwendungen und zukünftige Performance-Anforderungen berücksichtigen. Während der Betriebsphase können Kapazität oder einzelne Komponenten erweitert werden. Irgendwann entsteht jedoch die Frage, ob eine weitere Erweiterung wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.
Gründe für einen Refresh können beispielsweise sein:
Ein Alter von fünf Jahren allein ist deshalb kein technischer Grund, ein Storage-System auszutauschen. Entscheidend sind Supportfähigkeit, Leistungsanforderungen, Kapazität, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und die Architektur des jeweiligen Systems.
Die Kosten eines Storage-Refreshs bestehen nicht nur aus dem Kaufpreis des neuen Systems. Für eine vollständige TCO-Betrachtung müssen auch interne und externe Aufwände berücksichtigt werden. TCO steht für Total Cost of Ownership und beschreibt die Gesamtkosten über den betrachteten Nutzungszeitraum.
Zu einem Refresh können unter anderem gehören:
Hinzu kommt ein Faktor, der sich nur schwer pauschal beziffern lässt: das betriebliche Risiko. Deshalb sollte ein TCO-Vergleich nicht nur „altes Storage-System gegen neues Storage-System“ betrachten. Sinnvoller ist die Betrachtung des gesamten Lifecycle-Aufwands über mehrere Jahre.
Eine Datenmigration überträgt Daten von einem Storage-System oder einer IT-Umgebung in eine andere. Sie ist ein etablierter Prozess, muss aber sorgfältig geplant werden. Bei Enterprise Storage kommen weitere operative Aspekte hinzu. Große Datenbestände müssen übertragen, Anwendungen geprüft und Abhängigkeiten berücksichtigt werden.
Typische Aufgaben sind:
Auch eine technisch unterbrechungsfreie Migration bleibt daher ein Migrationsprojekt. Genau hier liegt ein wesentlicher Unterschied zur Evergreen-Architektur: Wenn kein neues Storage-System als neues Datenziel benötigt wird, entfällt für bestimmte Modernisierungen auch die klassische Migration zwischen alter und neuer Plattform.
Die Evergreen-Architektur von Everpure ist darauf ausgelegt, Enterprise Storage schrittweise zu modernisieren, anstatt die komplette Plattform regelmäßig auszutauschen. Das Evergreen-Konzept verbindet technische Architektur und Lifecycle-Modelle. Bei FlashArray können unter anderem Controller und Storage-Medien über den Lebenszyklus modernisiert werden.
Ein wichtiger technischer Baustein ist die Architektur der FlashArray-Plattform. In einer von Everpure veröffentlichten IDC-Analyse wird beispielsweise beschrieben, dass FlashArray Controller-Zustände von den eigentlichen Controllern trennt. Dadurch können Controller ersetzt beziehungsweise aktualisiert werden, während die Plattform weiter betrieben wird.
Auch unterschiedliche Generationen beziehungsweise Kapazitäten von Speichermedien können innerhalb der Architektur berücksichtigt werden. Datenbewegungen innerhalb des Systems können dabei im Hintergrund erfolgen. Damit unterscheidet sich der Ansatz grundsätzlich vom klassischen „Forklift Upgrade“, bei dem eine komplette Storage-Plattform durch eine neue ersetzt wird.
Bei einem Evergreen-Upgrade wird nicht zwangsläufig das komplette Storage-System ersetzt. Stattdessen können einzelne Komponenten der bestehenden Plattform modernisiert werden. Bei einem Controller-Upgrade kann beispielsweise ein Controller innerhalb des redundanten Systems ersetzt und anschließend der zweite Controller aktualisiert werden. Die Daten bleiben dabei auf der bestehenden Plattform.
Das ist der entscheidende Unterschied zu einem klassischen Refresh:
| Klassischer Storage-Refresh | Evergreen-Lifecycle |
| neues Storage-System wird aufgebaut | bestehende Plattform wird weiterentwickelt |
| alte und neue Systeme laufen zeitweise parallel | Komponenten werden innerhalb der Plattform modernisiert |
| Daten müssen typischerweise auf das neue System übertragen werden | für entsprechende Plattform-Upgrades ist keine klassische Datenmigration erforderlich |
| Cutover auf neue Plattform notwendig | kein klassischer Plattform-Cutover erforderlich |
| Alt-System wird anschließend stillgelegt | Plattform bleibt bestehen und wird weiterentwickelt |
Das bedeutet jedoch nicht, dass mit Evergreen grundsätzlich niemals Daten bewegt werden. Bei der Konsolidierung von Kapazität können beispielsweise Daten innerhalb des Arrays automatisch im Hintergrund auf neuere Medien verschoben werden. Das unterscheidet sich von einer klassischen Migration auf ein neu aufgebautes Storage-System. Auch ein Wechsel zu einer anderen Storage-Architektur oder einem anderen Hersteller kann weiterhin eine Datenmigration erforderlich machen.
„Non-disruptive“ bedeutet im Storage-Kontext, dass eine geplante Änderung durchgeführt werden kann, ohne den regulären Datenzugriff für die angeschlossenen Anwendungen zu unterbrechen. Everpure beschreibt die Evergreen-Architektur ausdrücklich als Grundlage für unterbrechungsfreie Hardware- und Software-Upgrades. Für Evergreen One dokumentiert Everpure darüber hinaus ein „Zero Planned Downtime“-Versprechen für Upgrades und Wartungsarbeiten sowie ein „No Data Migration“-SLA unter den jeweils geltenden Bedingungen.
Dabei ist eine wichtige Unterscheidung notwendig:
Non-disruptive Upgrade bedeutet nicht, dass keinerlei technische Arbeiten stattfinden.
Controller werden weiterhin ausgetauscht. Software wird aktualisiert. Kapazitäten werden erweitert oder konsolidiert. Diese Vorgänge sollen jedoch so durchgeführt werden, dass Anwendungen weiterhin auf ihre Daten zugreifen können. Für die betriebliche Planung kann das erhebliche Auswirkungen haben. Wartungsfenster, Anwendungscutover und migrationsbedingte Parallelumgebungen können bei entsprechenden Upgrade-Szenarien entfallen.
Ja. Ein Grundprinzip der Evergreen-Architektur besteht darin, Kapazität und Rechenleistung des Storage-Systems nicht zwangsläufig gemeinsam ersetzen zu müssen. Benötigt ein Unternehmen beispielsweise mehr Performance, kann je nach System und Evergreen-Modell ein Controller-Upgrade relevant sein. Steigt dagegen primär das Datenvolumen, kann die Kapazität erweitert oder durch neuere, dichtere Medien weiterentwickelt werden. Everpure bezeichnet einen Teil dieses Konzepts als „Capacity Consolidation“. Dabei können neuere und dichtere Storage-Medien dazu genutzt werden, vorhandene Kapazität innerhalb der Plattform zu modernisieren.
Das Ziel ist ein modularer Lifecycle:
Damit muss nicht automatisch die komplette Plattform ersetzt werden, nur weil sich eine einzelne Anforderung verändert. Welche Upgrade-Pfade konkret zur Verfügung stehen, hängt vom eingesetzten System, der Generation und dem jeweiligen Evergreen-Vertragsmodell ab.
Evergreen kann TCO und Betriebsaufwand vor allem dadurch verändern, dass klassische Komplett-Refreshes und die damit verbundenen Migrationen reduziert werden. Der wirtschaftliche Effekt entsteht nicht ausschließlich beim Hardwarepreis.
Relevant sind auch vermiedene oder reduzierte Aufwände für:
Ein Evergreen-Modell ist deshalb nicht automatisch in jeder Umgebung günstiger. Für einen belastbaren Vergleich müssen mindestens folgende Faktoren betrachtet werden:
Besonders wichtig ist der Betrachtungszeitraum. Ein Architekturmodell, das auf eine längere kontinuierliche Nutzung ausgelegt ist, lässt sich nur eingeschränkt über einen kurzen Beschaffungszeitraum mit einem klassischen Hardwarekauf vergleichen.
Ein vereinfachtes Beispiel zeigt den Unterschied.
Ein Unternehmen betreibt eine zentrale Storage-Plattform für Virtualisierung und Datenbanken. Nach mehreren Jahren reichen Performance und Kapazität für neue Anforderungen nicht mehr aus.
Das Unternehmen beschafft ein neues Storage-System.
Anschließend folgen typischerweise:
Die vorhandenen Daten wechseln dabei von der alten auf die neue Plattform.
Bei einer geeigneten Everpure-Plattform wird zunächst geprüft, welche Ressource tatsächlich modernisiert werden muss.
Reicht die Controller-Performance nicht mehr aus, können Controller aktualisiert werden. Wird mehr Kapazität benötigt, lässt sich die Storage-Kapazität erweitern beziehungsweise modernisieren.
Die bestehende Plattform und ihre Datenservices bleiben dabei erhalten.
Der Unterschied liegt damit weniger in einem einzelnen Hardwaremerkmal als im Lifecycle-Prinzip:
Klassisches Modell: System ersetzen und Daten migrieren.
Evergreen-Modell: Plattform schrittweise modernisieren und Daten auf der Plattform belassen.
Evergreen verhindert nicht jede Form von Datenmigration. Das Konzept adressiert insbesondere Migrationen, die allein aufgrund eines klassischen Hardware-Refreshs notwendig würden. Eine Migration kann weiterhin erforderlich sein, wenn beispielsweise:
Auch das „No Data Migration“-SLA von Evergreen One hat definierte Bedingungen und Ausnahmen. In einer veröffentlichten Produktbeschreibung nennt Everpure beispielsweise Architekturwechsel und bestimmte Wechsel zwischen Service-Tiers als Ausnahmen. Die präzise Aussage lautet deshalb nicht „Mit Evergreen gibt es keine Datenmigrationen mehr“. Treffender ist:
Die Evergreen-Architektur kann klassische Datenmigrationen vermeiden, die ausschließlich durch den regelmäßigen Austausch einer Storage-Plattform entstehen würden.
Als Concat unterstützen wir Sie dabei, nicht nur die nächste Storage-Beschaffung zu betrachten, sondern den gesamten Lifecycle Ihrer Dateninfrastruktur.
Am Anfang steht deshalb die Analyse der vorhandenen Umgebung. Dazu gehören beispielsweise Kapazität, Performance, Workloads, Verfügbarkeitsanforderungen, Datenwachstum, Schutzbedarf und bestehende Infrastruktur.
Darauf aufbauend können wir gemeinsam bewerten, welches Betriebs- und Lifecycle-Modell zu Ihren Anforderungen passt.
Dabei betrachten wir unter anderem:
Je nach Ausgangssituation kann eine klassische FlashArray-Implementierung mit Evergreen-Lifecycle ebenso relevant sein wie Evergreen//One als Storage-as-a-Service-Modell.
Bei einer bestehenden Fremdplattform lässt sich eine initiale Migration zu Everpure nicht vermeiden. Entscheidend ist deshalb die langfristige Perspektive: Wie häufig sollen anschließend weitere Plattformwechsel und Refresh-Migrationen notwendig werden?
Damit wird die Storage-Architektur zu einer Lifecycle-Entscheidung und nicht nur zu einer Frage der nächsten Hardwaregeneration.
Enterprise Storage muss nicht automatisch alle drei bis fünf Jahre vollständig ersetzt werden. Der klassische Refresh-Zyklus ist vor allem eine Folge des jeweiligen Architektur- und Lifecycle-Modells.
Die Evergreen-Architektur von Everpure verfolgt einen anderen Ansatz. Controller, Kapazität und Software können innerhalb der bestehenden Plattform weiterentwickelt werden. Dadurch können klassische Refresh-Migrationen vermieden werden, sofern die Modernisierung innerhalb der unterstützten Evergreen-Architektur erfolgt.
Für IT-Leiter und CIOs verschiebt sich damit die Betrachtung. Statt ausschließlich den Preis der nächsten Storage-Generation zu vergleichen, sollten auch Migrationen, Betriebsaufwand, Upgrade-Pfade, Verfügbarkeit und der langfristige Lifecycle in die Entscheidung einbezogen werden.
Als Concat unterstützen wir Sie dabei, diese Faktoren für Ihre bestehende Storage-Umgebung zu bewerten und daraus eine passende Lifecycle- und Modernisierungsstrategie abzuleiten.
Nein. Es gibt keine allgemeine technische Regel, nach der Enterprise Storage nach fünf Jahren vollständig ausgetauscht werden muss. Klassische Storage-Plattformen werden allerdings häufig in mehrjährigen Refresh-Zyklen betrieben. Entscheidend sind Architektur, Support, Performance, Kapazität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.
Regelmäßige Refresh-Migrationen lassen sich vermeiden, wenn die eingesetzte Storage-Architektur eine Modernisierung innerhalb der bestehenden Plattform ermöglicht. Die Evergreen-Architektur von Everpure ist darauf ausgelegt, unter anderem Controller und Speichermedien zu aktualisieren, ohne dafür bei entsprechenden Upgrades eine klassische Migration auf ein neues Array durchführen zu müssen.
Evergreen ist das Lifecycle- und Architekturkonzept von Everpure für die kontinuierliche Modernisierung von Enterprise Storage. Statt die komplette Plattform regelmäßig auszutauschen, können bestimmte Hardware- und Softwarekomponenten schrittweise aktualisiert werden.
Ein non-disruptive Upgrade ist eine Aktualisierung, bei der der reguläre Datenzugriff für Anwendungen nicht planmäßig unterbrochen werden muss. Everpure unterstützt solche Upgrade-Prozesse unter anderem für Controller, Storage-Medien und Software innerhalb der Evergreen-Architektur.
Bei unterstützten Evergreen-Controller-Upgrades ist keine klassische Datenmigration auf ein neues Storage-System erforderlich. Die Controller werden innerhalb der bestehenden Plattform modernisiert, während die Daten auf der Storage-Plattform verbleiben.
Nein. Migrationen können weiterhin bei Herstellerwechseln, Architekturänderungen, Rechenzentrumsumzügen, Konsolidierungen oder Cloud-Projekten notwendig sein. Evergreen adressiert insbesondere Migrationen, die sonst allein aufgrund eines regelmäßigen Hardware-Refreshs entstehen würden.
Evergreen bezeichnet das grundlegende Architektur- und Lifecycle-Konzept. Evergreen//One ist ein Storage-as-a-Service-Angebot von Everpure, das diese technischen Möglichkeiten mit einem verbrauchs- und SLA-orientierten Betriebsmodell verbindet. Daneben existieren weitere Evergreen-Modelle wie Evergreen//Forever und Evergreen//Flex.
Evergreen kann bestimmte Kostenblöcke reduzieren, insbesondere wenn klassische Refresh-Projekte, Migrationen, Parallelbetrieb und damit verbundener Personalaufwand vermieden werden. Ob die Gesamtkosten tatsächlich niedriger sind, hängt jedoch von Kapazität, Wachstum, Vertragsmodell, Betriebsdauer und der jeweiligen Infrastruktur ab. Ein individueller TCO-Vergleich ist deshalb notwendig.

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