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Storage-Migration ohne böse Überraschungen: Was Unternehmen vor dem Wechsel beachten sollten

In unserem IT Blog finden Sie aktuelle Themen zur IT Sicherheit, Managed Services, Cloud Anwendungen u. v. m.
Storage-Migration ohne böse Überraschungen: Was Unternehmen vor dem Wechsel beachten sollten

Kurzantwort: Das Wichtigste zur Storage-Migration

Eine Storage-Migration ist mehr als das Kopieren von Daten auf ein neues Speichersystem. Anwendungen, Abhängigkeiten, Performance-Anforderungen, Netzwerkpfade, Berechtigungen und Wiederherstellungsprozesse müssen vor dem Wechsel geprüft werden.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • Inventarisieren Sie Daten, Workloads und technische Abhängigkeiten vor der Migration.
  • Definieren Sie für jeden Workload Anforderungen an Performance, Verfügbarkeit, RPO und RTO.
  • Planen Sie Migration und Cutover getrennt voneinander.
  • Erstellen und testen Sie eine Backup- und Rollback-Strategie.
  • Migrieren Sie zunächst weniger kritische Workloads und validieren Sie anschließend Performance und Datenintegrität.
  • Technologien wie Everpure FlashArray können unterschiedliche Migrationswege unterstützen. Die konkrete Methode hängt jedoch von Ihrer bestehenden Infrastruktur ab.
  • Mit der Evergreen-Architektur können spätere Hardware- und Software-Upgrades anders organisiert werden als bei klassischen vollständigen Storage-Refreshes.

Storage-Migration ohne böse Überraschungen: Was Unternehmen vor dem Wechsel beachten sollten

Eine Storage-Migration sollte als Infrastrukturprojekt und nicht als reiner Datentransfer betrachtet werden. Beim Wechsel eines Storage-Systems müssen Daten nicht nur auf einem neuen Ziel verfügbar sein. Auch Anwendungen, Hosts, Virtualisierung, Netzwerk, Berechtigungen, Backup, Disaster Recovery und Monitoring müssen anschließend wie vorgesehen funktionieren.

Microsoft empfiehlt deshalb bereits in der Assessment-Phase, Datenquellen, Zugriffsmuster, Performance-Anforderungen, Änderungsraten, Resilienz, Sicherheitsanforderungen und tolerierbare Ausfallzeiten systematisch zu erfassen. Je geschäftskritischer die Anwendungen sind, desto wichtiger wird diese Vorbereitung.

Warum sind Storage-Migrationen komplex?

Storage-Migrationen sind komplex, weil Daten meist Teil einer größeren Abhängigkeitskette sind.

Ein Volume kann beispielsweise von mehreren virtuellen Maschinen genutzt werden. Diese wiederum hängen von Datenbanken, Netzwerkdiensten, Backup-Prozessen, Monitoring oder anderen Anwendungen ab. Eine Änderung auf Storage-Ebene kann deshalb Auswirkungen weit oberhalb der eigentlichen Speicherschicht haben.

Vor einer Migration sollten unter anderem folgende Bereiche geklärt sein:

  • Welche Hosts greifen auf den Storage zu?
  • Welche Anwendungen verwenden welche Volumes oder Datastores?
  • Welche Systeme sind geschäftskritisch?
  • Welche Fibre-Channel-, iSCSI-, NVMe- oder Ethernet-Verbindungen bestehen?
  • Welche Multipathing-Konfiguration wird verwendet?
  • Welche Abhängigkeiten existieren zwischen Anwendungen?
  • Welche Backup- und Replikationsverfahren sind eingerichtet?
  • Welche Performance benötigt der jeweilige Workload?
  • Welche Wartungsfenster stehen zur Verfügung?

Auch Microsoft nennt unter anderem Netzwerkverbindungen, Berechtigungen, Quell- und Zielsysteme sowie Backup und Systemzustand als zentrale Punkte für die Vorbereitung einer Storage-Migration.

Die größten Risiken einer Storage-Migration

Die technischen Risiken unterscheiden sich je nach Infrastruktur. Vier Bereiche treten jedoch besonders häufig auf.

Downtime

Downtime entsteht vor allem beim finalen Umschalten vom alten auf das neue Storage-System.

Der reine Datentransfer kann häufig bereits erfolgen, während Anwendungen weiterlaufen. Schwieriger ist der sogenannte Cutover. Dabei wird der produktive Zugriff vom bisherigen Speicherziel auf das neue System umgestellt. Wie viel Downtime dafür notwendig ist, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Migrationsverfahren
  • Anwendung
  • Betriebssystem
  • Virtualisierungsplattform
  • Storage-Protokoll
  • Datenänderungsrate
  • Replikationsverfahren
  • Netzwerkarchitektur

Bei Microsofts Storage Migration Service beispielsweise hängt die Dauer des Cutovers unter anderem vom Neustart der beteiligten Server sowie von Active-Directory- und DNS-Replikation ab. Eine allgemeingültige Aussage wie „eine Storage-Migration verursacht keine Ausfallzeit“ wäre deshalb nicht belastbar.

Performance-Probleme

Eine Migration kann gleichzeitig das Quell-Storage, das Zielsystem und das Netzwerk belasten.

Werden große Datenmengen mit maximal möglicher Geschwindigkeit übertragen, konkurriert die Migration möglicherweise mit produktiven Anwendungen um Ressourcen.

Deshalb sollten vorab unter anderem folgende Werte bekannt sein:

  • IOPS
  • Durchsatz
  • Latenz
  • Read-/Write-Verhältnis
  • Spitzenlasten
  • zeitabhängige Lastmuster
  • Netzwerkbandbreite
  • Datenänderungsrate

Microsoft empfiehlt ausdrücklich, Zugriffsmuster, Read-/Write-Verhältnis, IOPS, Durchsatz sowie saisonale oder kurzfristige Lastspitzen in die Migrationsbewertung einzubeziehen.

Eine Migration sollte daher nicht nur hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit überwacht werden. Auch die Auswirkungen auf produktive Workloads müssen betrachtet werden.

Technische Abhängigkeiten

Nicht erkannte Abhängigkeiten gehören zu den häufigsten Ursachen für Überraschungen beim Cutover.

Dazu können gehören:

  • Cluster
  • Datenbanken
  • VMware- oder andere Virtualisierungsplattformen
  • SAN-Zoning
  • Host-Mappings
  • Multipathing
  • Backup-Software
  • Replikation
  • Monitoring
  • Skripte und Automatisierungen
  • feste Mountpoints oder Laufwerkspfade
  • Berechtigungen und ACLs

Gerade bei historisch gewachsenen Umgebungen stimmt die vorhandene Dokumentation nicht immer vollständig mit dem tatsächlichen Betrieb überein.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme ist deshalb wichtiger als eine alte Architekturzeichnung.

Datenintegrität

Nach einer Migration muss nachweisbar sein, dass die benötigten Daten vollständig und korrekt verfügbar sind.

Der erfolgreiche Abschluss eines Kopiervorgangs reicht dafür nicht aus.

Je nach Workload können beispielsweise erforderlich sein:

  • Dateianzahl vergleichen
  • Prüfsummen kontrollieren
  • Datenbanken überprüfen
  • Dateisysteme validieren
  • Berechtigungen testen
  • Anwendungen starten
  • Testtransaktionen durchführen
  • Backup- und Restore-Prozesse testen

Microsoft empfiehlt bei Storage-Migrationen unter anderem die Prüfung des Dateisystemzustands von Quelle und Ziel sowie ein aktuelles und getestetes Backup oder Snapshot.


Welche Daten und Workloads sollten zuerst analysiert werden?

Die Analyse sollte bei den geschäftskritischen und technisch komplexen Workloads beginnen. Migriert werden sollten diese jedoch nicht zwangsläufig zuerst.

Das ist ein wichtiger Unterschied. Ein Tier-1-Datenbanksystem sollte früh analysiert werden, weil seine Anforderungen Einfluss auf Architektur und Migrationsverfahren haben. Für einen ersten produktiven Migrationstest eignet sich dagegen häufig ein weniger kritischer Workload.
Eine sinnvolle Klassifizierung berücksichtigt mindestens:

KriteriumZu klärende Frage
GeschäftskritikalitätWelche Folgen hätte ein Ausfall?
DatenvolumenWie viele Daten müssen tatsächlich übertragen werden?
ÄnderungsrateWie stark verändern sich die Daten während der Migration?
PerformanceWelche IOPS, Latenz und welcher Durchsatz werden benötigt?
VerfügbarkeitWelche Downtime ist akzeptabel?
AbhängigkeitenWelche anderen Systeme benötigen den Workload?
DatenschutzGibt es besondere regulatorische Anforderungen?
RecoveryWelche RPO1– und RTO2-Werte gelten?

1RPO steht für Recovery Point Objective. Der Wert beschreibt, wie viel Datenverlust zeitlich maximal akzeptabel ist.

2RTO bedeutet Recovery Time Objective. Es beschreibt, wie schnell ein Dienst nach einem Ausfall wieder verfügbar sein muss.


Wie entwickelt man eine Migrationsstrategie?

Eine gute Migrationsstrategie teilt den Wechsel in kontrollierbare Phasen.

Ein Big-Bang-Wechsel aller Systeme gleichzeitig erhöht die Zahl der Variablen während des Cutovers. In vielen Umgebungen ist deshalb eine schrittweise Vorgehensweise sinnvoll.

1. Umgebung erfassen

Zunächst werden Storage-Systeme, Volumes, Hosts, Protokolle, Anwendungen und Abhängigkeiten dokumentiert.

2. Anforderungen definieren

Für jeden relevanten Workload werden Performance, Verfügbarkeit, Kapazität, RPO, RTO und zulässige Downtime definiert.

3. Zielarchitektur planen

Anschließend wird festgelegt:

  • welches Storage-Ziel verwendet wird,
  • wie Hosts angebunden werden,
  • welche Redundanzen notwendig sind,
  • wie Backup und Disaster Recovery aussehen,
  • welches Migrationsverfahren eingesetzt wird.

4. Pilotmigration durchführen

Ein repräsentativer, aber kontrollierbarer Workload eignet sich für die erste Migration. Dabei lassen sich Prozesse, Performance und Dokumentation überprüfen.

5. Daten vorab übertragen

Wo technisch möglich, werden große Datenmengen bereits vor dem eigentlichen Cutover übertragen.

6. Änderungen synchronisieren

Bei aktiven Datenbeständen müssen Änderungen zwischen Quelle und Ziel bis zum Cutover berücksichtigt werden. Microsoft unterscheidet deshalb beispielsweise zwischen statischen Daten, bei denen eine einmalige Kopie ausreichen kann, und dynamischen Datenbeständen, für die inkrementelle Synchronisationen und ein abschließendes Cutover-Fenster geplant werden sollten.

7. Cutover durchführen

Erst jetzt erfolgt die produktive Umschaltung.

8. Validieren

Nach dem Cutover werden Anwendungen, Datenintegrität, Berechtigungen, Backup und Performance kontrolliert.

9. Altsystem nicht sofort entfernen

Das bisherige Storage-System sollte erst außer Betrieb genommen werden, wenn die neue Umgebung ausreichend validiert wurde und die definierten Rückfallmöglichkeiten nicht mehr benötigt werden.


Wie lange dauert eine Storage-Migration?

Die Dauer einer Storage-Migration lässt sich nicht allein aus der Datenmenge ableiten.

Das Datenvolumen ist lediglich ein Faktor.

Weitere Einflussgrößen sind:

  • tatsächlich nutzbare Bandbreite
  • Performance des Quellsystems
  • Performance des Zielsystems
  • Zahl der Workloads
  • Datenänderungsrate
  • Migrationsverfahren
  • erforderliche Tests
  • Wartungsfenster
  • organisatorische Freigaben
  • Komplexität des Cutovers

Die theoretische Übertragungsdauer eines Datenbestands lässt sich zwar aus Datenmenge und nutzbarem Durchsatz abschätzen.

Die gesamte Projektdauer umfasst jedoch deutlich mehr:

Analyse → Aufbau → Tests → initiale Datenübertragung → Synchronisation → Cutover → Validierung

Gerade bei laufenden Produktionssystemen kann daher nicht aus „X Terabyte Daten“ automatisch eine belastbare Migrationsdauer abgeleitet werden.


Wie lassen sich Ausfallzeiten reduzieren?

Ausfallzeiten lassen sich vor allem reduzieren, indem möglichst viel Arbeit vor dem eigentlichen Cutover durchgeführt wird.

Dazu gehören:

  • Zielsystem vollständig vorbereiten
  • Netzwerk und SAN-Zoning vorkonfigurieren
  • Hosts anbinden und testen
  • große Datenmengen vorab übertragen
  • Änderungen anschließend inkrementell synchronisieren
  • Cutover-Schritte dokumentieren
  • Testmigration durchführen
  • Verantwortlichkeiten festlegen
  • Abbruchkriterien definieren

Auch die jeweilige Plattform kann eine Rolle spielen.

Bei VMware kann beispielsweise Storage vMotion geeignete virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb zwischen Datastores verschieben. Eine Everpure-Dokumentation beschreibt, dass VMs bei einer Migration von VMFS- oder NFS-Datastores mittels Storage vMotion online bleiben können. Bei anderen Speicherformen wie RDMs kann dagegen zusätzliche Downtime erforderlich sein. Das zeigt: Die richtige Migrationsmethode hängt stark vom jeweiligen Workload ab.


Warum sind Backup und Rollback vor der Migration entscheidend?

Eine Migration sollte niemals der einzige vorhandene Weg zu den Daten sein.

Vor dem Cutover muss deshalb festgelegt werden, wie der vorherige Zustand wiederhergestellt werden kann.

Eine Rollback-Strategie beantwortet mindestens folgende Fragen:

  • Bis zu welchem Zeitpunkt ist eine Rückkehr möglich?
  • Welche Kriterien lösen ein Rollback aus?
  • Welche Systeme müssen zurückgeschaltet werden?
  • Wie werden während des Cutovers entstandene Daten behandelt?
  • Welche DNS-, Netzwerk- oder SAN-Änderungen müssen rückgängig gemacht werden?
  • Wer entscheidet über den Abbruch?
  • Wie lange dauert die Rückkehr?

Zusätzlich sollte ein aktuelles und getestetes Backup vorhanden sein. Microsoft nennt ein getestetes, aktuelles Backup oder einen Snapshot ausdrücklich als Bestandteil der Vorbereitung einer Storage-Migration. Ein vorhandenes Backup allein genügt allerdings nicht. Entscheidend ist, ob auch der Restore-Prozess funktioniert und innerhalb der geforderten RTO durchgeführt werden kann.


Was ist bei einer Migration auf Everpure FlashArray zu beachten?

Eine Migration auf Everpure FlashArray beginnt mit denselben Grundfragen wie jede andere Storage-Migration: Workloads, Protokolle, Performance, Abhängigkeiten und Cutover müssen zuerst verstanden werden.

Everpure ist seit Februar 2026 der neue Name des früheren Herstellers Pure Storage. Viele technische Dokumentationen sind deshalb weiterhin unter Pure Storage veröffentlicht.

FlashArray ist die All-Flash-Storage-Plattform von Everpure für Block- und je nach Konfiguration auch weitere Storage-Anforderungen. Wir setzen FlashArray unter anderem für Datenbanken, Virtualisierung und andere geschäftskritische Workloads ein. Unsere aktuelle Everpure-Seite beschreibt FlashArray ebenfalls als Plattform für Datenbanken, virtuelle Maschinen, Container und weitere Enterprise-Anwendungen.

Der konkrete Migrationsweg hängt von der vorhandenen Umgebung ab.

Beispiele sind:

  • Migration auf Ebene der Virtualisierungsplattform
  • Host-basierte Migration
  • Storage- oder Replikationsverfahren
  • anwendungsspezifische Migration
  • Kombination mehrerer Methoden

In VMware-Umgebungen kann beispielsweise Storage vMotion eingesetzt werden, wenn die technischen und lizenzrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Für Disaster-Recovery-Szenarien stellt FlashArray mit ActiveDR zudem kontinuierliche Replikationsfunktionen bereit. Laut technischer Everpure-Dokumentation hängt das erreichbare RPO dabei unter anderem von Workload, Netzwerkbandbreite und Schreiblast ab. ActiveDR ist damit jedoch nicht automatisch die passende Lösung für jede Storage-Migration. Die Migration muss anhand der bestehenden Infrastruktur geplant werden.


Wie verändert Evergreen spätere Storage-Refresh-Zyklen?

Evergreen soll verhindern, dass jeder technologische Refresh automatisch zu einem vollständigen Austausch des Storage-Systems mit erneuter Datenmigration wird.

Das unterscheidet Evergreen von klassischen „Forklift Upgrades“. Bei einem klassischen Storage-Lifecycle wird häufig nach einigen Jahren ein neues System parallel aufgebaut. Anschließend werden Daten erneut vom alten auf das neue Array migriert.

Die Evergreen-Architektur von Everpure ist dagegen auf modulare und generationsübergreifende Upgrades ausgelegt. Everpure beschreibt die Architektur so, dass Controller und weitere Komponenten während des laufenden Betriebs aktualisiert werden können. Der Hersteller spricht von generationsübergreifenden, nicht-disruptiven Upgrades und Daten, die dabei auf dem bestehenden System verbleiben.

Das bedeutet für die langfristige Planung:

  • Hardware-Refresh und Datenmigration können stärker voneinander entkoppelt werden.
  • Bestimmte Komponenten lassen sich aktualisieren, ohne ein vollständig neues Storage-System aufzubauen.
  • Daten können bei unterstützten Upgrade-Szenarien auf dem System verbleiben.
  • Wiederkehrende vollständige Storage-Migrationen können dadurch reduziert werden.

Wichtig ist jedoch die Abgrenzung:

Evergreen ersetzt nicht die erstmalige Migration von einer bestehenden Fremdplattform auf FlashArray.

Außerdem hängen konkrete Upgrade-Rechte und Leistungen vom gewählten Evergreen-Modell und Vertrag ab. Evergreen//One ist beispielsweise ein Storage-as-a-Service-Modell. Evergreen//Forever verfolgt dagegen ein anderes Beschaffungs- und Lifecycle-Modell.


Welche Rolle übernehmen wir als Concat bei einer Storage-Migration?

Als Concat betrachten wir eine Storage-Migration nicht isoliert als Kopierjob, sondern als Veränderung der gesamten Infrastruktur rund um die betroffenen Workloads.

Unsere Aufgabe beginnt deshalb vor dem eigentlichen Datentransfer.

Wir betrachten beispielsweise:

  • bestehende Storage-Architektur
  • Hosts und Virtualisierung
  • Netzwerk- und SAN-Anbindung
  • Anwendungen und Datenbanken
  • Kapazität und Wachstum
  • Performance-Anforderungen
  • Backup und Disaster Recovery
  • notwendige Verfügbarkeit
  • Zielarchitektur
  • geeignete Migrationsverfahren

Auf dieser Grundlage kann ein Migrationsplan mit definierten Phasen, Tests und Cutover-Schritten entstehen.

Bei einer Everpure-Umgebung unterstützen wir Sie von der Konzeption über die Integration bis zur Weiterentwicklung der Plattform. Concat ist Everpure Elite Partner. Unsere aktuelle Partnerseite nennt insbesondere Beratung und Architektur, Integration in bestehende IT-Landschaften sowie Betrieb und Weiterentwicklung über den Lifecycle als Schwerpunkte unserer Zusammenarbeit mit Everpure.

Für das eigentliche Migrationsprojekt bedeutet das: Die Storage-Plattform wird nicht losgelöst von Ihrer vorhandenen IT betrachtet. Vor dem produktiven Cutover sollten Zielumgebung und ausgewählte Workloads getestet werden. Nach der Migration müssen Datenzugriff, Anwendungen, Performance sowie Backup- und Recovery-Prozesse kontrolliert werden.


Checkliste: Was sollte vor einer Storage-Migration geklärt sein?

Vor dem Start eines Migrationsprojekts sollten Sie mindestens folgende Punkte beantworten können:

  1. Welche Daten sollen migriert werden?
  2. Welche Hosts und Anwendungen greifen darauf zu?
  3. Welche Systeme sind geschäftskritisch?
  4. Welche Abhängigkeiten bestehen zwischen den Workloads?
  5. Welche IOPS-, Latenz- und Durchsatzanforderungen bestehen?
  6. Wie hoch ist die Datenänderungsrate?
  7. Wie viel Downtime ist pro Workload zulässig?
  8. Welche RPO- und RTO-Vorgaben gelten?
  9. Welches Migrationsverfahren wird je Workload eingesetzt?
  10. Ist das Zielsystem vollständig eingerichtet und getestet?
  11. Sind Netzwerk, SAN-Zoning und Multipathing vorbereitet?
  12. Sind Berechtigungen und Security-Anforderungen berücksichtigt?
  13. Existiert ein aktuelles und getestetes Backup?
  14. Gibt es einen dokumentierten Rollback-Plan?
  15. Welche Bedingungen lösen ein Rollback aus?
  16. Wie wird die Datenintegrität nach der Migration geprüft?
  17. Wie wird die Performance der neuen Umgebung validiert?
  18. Wann darf das bisherige Storage-System außer Betrieb genommen werden?

Eine Migration sollte erst beginnen, wenn diese Fragen nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch geklärt sind.

Fazit

Eine erfolgreiche Storage-Migration beginnt nicht mit dem Kopieren der ersten Daten, sondern mit einer vollständigen Analyse der bestehenden Umgebung.

Workloads, Abhängigkeiten, Performance-Anforderungen, Verfügbarkeit, Backup und Rollback müssen vor dem Cutover bekannt sein. Besonders geschäftskritische Systeme benötigen einen eigenen Migrations- und Testplan.

Bei einem Wechsel auf Everpure FlashArray kommt ein weiterer strategischer Aspekt hinzu: Durch die Evergreen-Architektur können spätere Technologie-Refreshes anders organisiert werden als bei klassischen Storage-Systemen, bei denen regelmäßig ein vollständiger Austausch mit erneuter Datenmigration erforderlich sein kann.

Als Concat unterstützen wir Sie dabei, die bestehende Umgebung zu analysieren, die Zielarchitektur zu planen und Everpure in Ihre vorhandene IT-Landschaft zu integrieren. Entscheidend bleibt dabei immer der konkrete Workload – nicht eine pauschale Migrationsmethode.

FAQ zur Storage-Migration

Was ist eine Storage-Migration?

Eine Storage-Migration ist die Übertragung von Daten und Workloads von einem bestehenden Speichersystem auf eine neue Storage-Plattform. Neben dem eigentlichen Datentransfer müssen auch Anwendungen, Hosts, Netzwerkverbindungen, Berechtigungen, Backup und Recovery berücksichtigt werden.

Wie lange dauert eine Storage-Migration?

Die Dauer hängt von Datenmenge, nutzbarer Bandbreite, Datenänderungsrate, Workloads, Migrationsverfahren und Testaufwand ab. Aus der reinen Speicherkapazität lässt sich deshalb keine verlässliche Projektdauer ableiten.

Warum ist ein Rollback-Plan bei einer Storage-Migration notwendig?

Ein Rollback-Plan ermöglicht die Rückkehr zur bisherigen Umgebung, wenn beim Cutover kritische Probleme auftreten. Er sollte festlegen, wann ein Abbruch erfolgt, wie Daten behandelt werden und welche technischen Änderungen rückgängig gemacht werden müssen.

Wie können Unternehmen Downtime bei einer Storage-Migration reduzieren?

Downtime lässt sich reduzieren, indem Daten vorab übertragen, Änderungen anschließend synchronisiert und Zielsysteme bereits vor dem Cutover vollständig konfiguriert und getestet werden. Welche Verfahren möglich sind, hängt vom jeweiligen Workload und der Plattform ab.

Welche Workloads sollten zuerst migriert werden?

Für einen ersten produktiven Migrationstest eignen sich häufig weniger kritische, aber technisch repräsentative Workloads. Geschäftskritische Systeme sollten dagegen bereits früh analysiert werden, damit ihre Anforderungen in die Zielarchitektur einfließen.

Was ist bei einer Migration auf Everpure FlashArray wichtig?

Vor einer Migration auf Everpure FlashArray müssen vorhandene Workloads, Storage-Protokolle, Hosts, Virtualisierung, Performance und Verfügbarkeitsanforderungen analysiert werden. Anschließend wird für jeden Workload ein geeigneter Migrationsweg ausgewählt.

Was ändert Evergreen an späteren Storage-Migrationen?

Evergreen ermöglicht bei unterstützten Szenarien generationsübergreifende Hardware- und Software-Upgrades, ohne dass dafür jedes Mal ein vollständiger Austausch des Storage-Systems mit anschließender Datenmigration notwendig ist. Die erstmalige Migration auf FlashArray bleibt davon unabhängig.

Wann sollte das alte Storage-System abgeschaltet werden?

Das bisherige Storage-System sollte erst außer Betrieb genommen werden, wenn Datenintegrität, Anwendungen, Performance, Backup und Recovery der neuen Umgebung erfolgreich geprüft wurden und kein operativer Rollback mehr erforderlich ist.

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